Die Weiber haben Launen, weil sie zu gut sind, das Böse nach Grundsätzen, und zu schwach, das Gute mit Dauer zu üben.
Die Sentiments der Weiber sind Aderlässe, und wie wir durch erhöhtes Empfinden gewinnen, so verlieren sie. Das Weib ist wie der Weinstock: Soll er Trauben bringen, so darf er nicht bluten.
"Wenn mein Herz nicht spricht, dann schweigt auch mein Verstand," sagt die Frau. "Schweige, Herz, damit der Verstand zu Worte kommt," sagt der Mann.
Die Sentimentalität ist das Alibi der Hartherzigen.
Eine feinfühlige Person ist eine Person, die immer anderen auf die Füße tritt, weil sie selbst Hühneraugen hat.
Nur derjenige, der am empfindlichsten gewesen ist, kann der Kälteste und Härteste werden denn er muß sich mit einem harten Panzer umgeben.
Das Herz muß wie eine Ziege angebunden werden.
Was man "Herz" nennt, liegt weit tiefer als der vierte Westenknopf.
Das Herz redet uns gewaltig gern nach dem Maule. (Franziska)
Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnet.
Starke Empfindung, deren sich so viele rühmen, ist nur allzuoft die Folge eines Verfalls der Verstandeskräfte.
Wohl wär' es besser, überall dem Herzen zu folgen, doch darüber würde man sich manchen guten Zweck versagen müssen. (Octavio)
Verstand und Vernunft sind ein formelles Vermögen. Das Herz liefert den Gehalt, den Stoff.
Zum Lichte des Verstandes können wir immer gelangen aber die Fülle des Herzens kann uns niemand geben.
Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firmament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.
In jedem starken menschlichen Gefühl ist sein Gegenteil enthalten. Im Ausbruch der Verzweiflung verkündet sich der Trost, im Jubel lauter die Verzweiflung.
Was man so heftig fühlt, fühlt man nicht allzulang. (Egle)
Niemand ist in Gefahr, stumpf zu werden, wie der höchst Reizbare.
Die Deutschen sollten in einem Zeitraume von dreißig Jahren das Wort Gemüt nicht aussprechen, dann würde nach und nach Gemüt sich wieder erzeugen jetzt heißt es nur Nachsicht mit Schwächen, eignen und fremden.
Der Empfindsame ist der Waffenlose unter lauter Bewaffneten.
Wenn wir die Aufmerksamkeit auf schwache Empfindungen vermehren lernen, so können sie uns den Dienst von starken tun.
Gefühl, an Inhalt reicher als an Worten, ist stolz auf seinen Wert und nicht auf Schmuck. Nur Bettler wissen ihres Guts Betrag. (Julia)
Suchen wir unser Licht in unsern Gefühlen! In ihnen liegt eine Wärme, die viel Klarheit in sich schließt.