Wenn eine Zeit zuviel glaubt, ist es nur eine natürliche Reaktion, daß eine andere zuwenig glaubt.
Es ist selten, daß ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.
Er ist ein heller Geist und also ungläubig.
Von einem französischen Atheisten, der Esprit hat, wird verlangt, daß er sich nur bei schmerzlichen Krankheiten und auf dem Todbette bekehrt. Unsere hingegen bekehren sich gemeiniglich bei jedem Donnerwetter.
Verzweiflung ist der einzige echte Atheismus.
Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen nur Ruhelose sind mir begegnet.
Man versteht unter Gott die verständige Ursache der Welt also ist nur der ein Gottesleugner, der behauptet, daß die Welt keine Ursache oder diese Ursache keinen Verstand habe.
Das Dasein eines Schöpfers zu leugnen, ist größerer Unsinn als der finsterste Aberglaube.
In dem öden ausgestorbenen Himmel sitzt auf eisernem Stuhl die letzte Göttin, die Notwendigkeit, mit ihrem traurigen Herzen.
Unsere Welt wird noch so fein werden, daß es so lächerlich sein wird, einen Gott zu glauben, als heutzutage Gespenster.
Ihr guten Götter! Arm ist, wer euch nicht kennt, im rohen Busen ruhet der Zwist ihm nie, und Nacht ist ihm die Welt, und keine Freude gedeihet und kein Gesang ihm.
Frömmigkeit verbindet sehr, aber Gottlosigkeit noch viel mehr.
Es gibt keine Gottesleugner. Wenigstens warte ich bis heute vergebens darauf, einen Menschen zu treffen, der davon überzeugt ist, daß es keinen Gott gibt.
Die eigentlichen Ketzer sind die Verketzerer.
Wer in der Jugend Gott dem Herrn in die Augen gespien, der kommt im Alter und will ihn auf den Händen tragen.
Mit einem Menschen, welcher den gekreuzigten Gottmenschen verehrt, ist immer noch mehr anzufangen als mit einem, der weder an die Menschen noch an die Götter glaubt.
Moralisch ungläubig ist der, welcher nicht dasjenige annimmt, was zu wissen zwar unmöglich, aber vorauszusetzen moralisch notwendig ist.